Projekt Server 2015

Ich möchte meinen Microserver aufgrund seiner Lautstärke und seinen begrenzten Aufrüstmöglichkeiten durch einen Neuen ersetzen. Gleichzeitig soll noch mein Dell Latitude Notebook ersetzt und mein Supermicro Rackserver in eine pfSense-Firewall umgewandelt werden. Aus diesen Gründen sollen zukünftig auf dem neuen Server neben den VMs des Microservers auch die des Supermicro Rackservers und zusätzlich noch eine neue Workstation-VM, in welche eine Grafikkarte mittels „PCI-Passthrough“ durchgereicht wird, betrieben werden. Die klassische Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau also.

Folgende Anforderungen sind zu erfüllen:

  • Leiser Betrieb möglich
  • 4HE Rackgehäuse oder Rackmount-Option, max. Tiefe 45cm
  • Volle ESXi Unterstützung
  • CPU und MB mit PCI-Passtrough Unterstützung
  • Mind. 5 Laufwerke möglich
  • Mehrere PCIe 3.0 Slots, davon mind. 1 x16 und 1 x8
  • Mind. 64GB RAM möglich
  • IPMI/SNMP Unterstützung
  • Möglichst Standardkomponenten

Ich fasse zusammen: Gesucht wird ein leistungsfähiger ESXi -Server, welcher gleichzeitig als Workstation dient, in mein Rack einbaubar ist und dies am besten noch geräuschlos.

Das Projekt kann somit beginnen…

Mein Supermicro Rackserver

Hardware

  • Supermicro SC505-203B 19″ 1U-Rackgehäuse
  • Supermicro A1SAi-2550F Mainboard inkl. Quad Core Atom C2550
  • Supermicro FAN-0100L4 / MCP-320-81302-0B
  • 8GB ECC-RAM [Kingston KVR16LSE11/4]
  • 2x Supermicro MCP-220-00044-0N HDD-Käfig
  • 128GB SSD Crucial M550 @SATA0 [datastore1]
  • 500GB HDD Seagate ST500LT012 @SATA1 [datastore2]
  • 500GB HDD Seagate ST9500420ASG @SATA2 [RDM-Mapping]
  • 500GB HDD Seagate ST9500423AS @SATA3 [RDM-Mapping]

Betriebssystem Hypervisor

  • pfSense 2.2.4 64-Bit
  • VMWare ESXi 6

VM

  • Ubuntu Server 12.04 LTS
    • Hardware
      • 2 CPU | 4GB RAM | 50GB @datastore1
    • Software
    • Netzwerk
      • 1 NIC @LAN
  • Synology DSM 5.1
    • Hardware
      • 2 CPU | 2GB RAM | 2x500GB HD @RAID1 [RDM@SATA2/3]
    • Software
      • Filestation | Audiostation | Photostation
    • Netzwerk
      • 1 NIC @DMZ

Energiebedarf

  • 20 Watt [laut USV]

Weitere Details / Topologie

Updates

  • 01.08.2015     Umbau in pfSense-Firewall, Einbau 40mm Lüfter

Netzwerk-Monitoring mit Observium

In den letzten Tagen beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Netzwerk-Monitoring. Dabei nahm ich unzählige Systeme unter die Lupe. Angesprochen haben mich dabei jedoch nur zwei Systeme: PTRG und Observium. Für den professionellen Einsatz würde ich zu PTRG greifen. Für meine privaten Zwecke ist Observium jedoch perfekt geeignet. Voraussetzung sind jedoch SNMP-fähige Geräte, was bei mir mehrheitlich der Fall ist.

Installation

Als Basis für Observium empfiehlt sich ein Ubuntu 12.04 LTS Server. Ist der Ubuntu Server erstmal aufgesetzt, kann man sich gleich an die Installation von Observium machen. Dies gelingt mit dieser Anleitung innert weniger Minuten. Nach der Installation wird man von diesem Startbildschirm begrüsst:

SNMP aktivieren

Damit ein Gerät von Observium überwacht werden kann, gilt es, falls nicht schon aktiv, die SNMP-Funktion zu aktivieren und eine Community zu definieren. Wo diese Einstellungen liegen könnten, seht ihr anhand folgender Screenshots:

SNMP auf einem ESXi aktivieren

Um den SNMP Dienst auf einem ESXi Hypervisor zu aktivieren sind per CLI folgende Befehle einzutippen:

esxcli system snmp set --communities public
esxcli system snmp set --enable true
SNMP auf einem Windows-Server aktiviern

Um SNMP auf einem Windows Server zu aktivieren muss man mittels Server-Manager das Feature „SNMP-Dienst“ installieren und anschliessend den Dienst konfigurieren:

Gerät hinzufügen

Wurde auf allen Geräten SNMP aktiviert, kann man sie nun mittels Hostnamen zu Observium hinzufügen. Nach wenigen Minuten sollten anschliessend die ersten Werte sichtbar sein und das Monitoren kann beginnen. Viel Spass!

Screenshots Observium

Falls die Screenshots nicht reichen: Live-Demo Observium